Funchal (Madeira)

Funchal ist die Hauptstadt der portugiesischen Insel Madeira. Die Insel ist auch als “Die Blumeninsel” bekannt und liegt im atlantischen Ozean nördlich der Kanaren. Die Insel ist von Deutschland aus mit dem Flugzeug innerhalb von 3,5 Stunden erreichbar. Die Nebeninsel von Madeira heisst Porto Santo und ist, anders als Madeira mit seinen felsigen Steilküsten, von langen Sandstränden gesäumt. Madeira ist das ideale Ziel für Wanderer. Funchal ist dabei mit dem Mietwagen ein guter Ausgangspunkt. Funchal verfügt über ein großes Kneipen-Viertel und ist damit, entgegen der landläufigen Meinung, auch bei jungen Touristen sehr beliebt.

Besucher aus Großbritannien dominieren unter den Gästen vor allem in Funchal und Câmara de Lobos, wo Churchill gemalt hat. Er stieg im 1891 eröffneten Luxushotel Reid’s Palace ab, das eines der Leading Hotels of the World und weit über die Insel hinaus das bekannteste Hotel ist.

Für Briten ist Madeira ein traditionelles Urlaubsziel. Man trifft auf Madeira jedoch auch Touristen aus ganz Europa – insgesamt aber in nicht zu hoher Anzahl und dann vornehmlich östlich der Hauptstadt (Funchal), in Caniço. Das Verhältnis der britischen zu den deutschen Besuchern hat sich verschoben. In den letzten drei Jahren ist die Zahl der deutschen Touristen stark gestiegen. An drei bis vier Wochentagen wird Funchal aus Deutschland angeflogen.

Madeira ist als Wanderparadies bekannt, mit frühlingshaften bis sommerlichen, angenehmen Temperaturen das ganze Jahr hindurch. Entlang den Levadas (kleine Wasserkanäle, besonders im Nordteil der Insel) sind vor gut 300 Jahren von maurischen Sklaven Wege zur Wartung und Pflege angelegt worden, die bis heute als Wanderwege gut gepflegt werden und grandiose Ein- und Ausblicke in die Schönheit der Insel geben. Kerngebiet ist die Gegend zwischen Porto da Cruz und Santana im Norden (Weltnaturerbe der UNESCO). Bemerkenswert ist auch die Bergwanderroute zwischen dem dritthöchsten Gipfel Pico do Arieiro und dem höchsten Berg Pico Ruivo. Diese Wanderung sollte man am frühen Morgen beginnen – gegen Mittag liegen die Berge oft in Wolken.
Auf Madeira gibt es kaum Badestrände. In den letzten Jahren wurden jedoch geschützte Badebuchten errichtet. Diese sind entweder befestigte natürliche Felsbadebuchten (zum Beispiel Lido Galomar in Caniço), natürliche Felsbadebecken wie in Porto Moniz, oder kleine künstliche Sandstrände (Calheta). In Caniço gibt es seit 25 Jahren einen Unterwasser-Nationalpark, in dem man tauchen kann.

Die Nebeninsel Porto Santo (zwei bis drei Stunden mit der Fähre oder 20 Minuten Flug) bietet dagegen einen neun Kilometer langen Sandstrand, ist aber landschaftlich bei weitem nicht so interessant (Erosion durch Abholzung durch die alten Seefahrer).
Insgesamt besuchten im Jahr 2005 zirka 1 Million Touristen die Insel, wobei ungefähr 200.000 mit Kreuzfahrtschiffen kamen und daher nur kurz verweilten.

  • Funchal mit Markt, Kathedrale Sé
  • Blandy’s Garden, ein gepflegter Park
  • Botanischer Garten in Funchal, eine Parkanlage mit Volieren
  • Monte (Funchal), Ausflugsort oberhalb von Funchal, Seilbahn, Korbschlittenfahrt, Tropischer Garten mit Azulejos, Kirche mit dem Grab Karl I., des letzten Kaisers von Österreich-Ungarn
  • Laurazeenwälder
  • Levadas, Bewässerungskanäle, die an den Gebirgshängen und durch Tunnel verlaufen
  • Cabo Girão, die zweithöchste Steilklippe der Welt
  • Lavahöhle in São Vicente (Grutas e Centro do Vulcanismo)
  • Naturschwimmbäder und Meeresaquarium in Porto Moniz
  • die Hochebene Paul da Serra
  • der höchste Berg Pico Ruivo
  • Halbinsel und Inseln im Osten, das Naturreservat Ponta de São Lourenço, mit sehenswerten geologischen Formationen
  • der Leuchtturm von Ponta do Pargo an der Westspitze von Madeira
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